Landgasthaus Herchenbach vom 20.03.2011

Celtic Focus …

.. ist der Name des aktuellen Programms von Ben Bulben, der „irischen“ Band aus Königswinter. Und Orten davor und dahinter. Und dieses Programm präsentieren sie im Eischeider Festsaal.
Die 6 Vollblutmusikerinnen und –musiker beginnen an diesem Abend, an dem draußen echtes irisches Frühlingswetter herrscht (5° plus, Nieselregen und Nebel) im ausverkauften Saal des Landgasthauses Herchenbach eher verhalten mit „Dunmore Lassies“ und erzählen in „Back home in Derry“ die Geschichte eines Auswanderers, der sich in seine irische Heimat zurück sehnt.
„Congress Reel“ eröffnet mit einem beeindruckenden Schlagzeug-Solo von Thomas, den man – wie gewohnt – auch an diesem Abend eher hört als sieht und entwickelt sich dann zu einem typischen irischen Lied mit sehr viel Rhythmus und Temperament. Der nächste Song heißt nicht nur „Butterfly“, sondern man spürt auch tausend Schmetterlinge im Bauch.
Jedes Lied erzählt eine Geschichte, mal traurige vom tödlichen Ende einer Liebe in „The wind that shakes the barley“, mal amüsante wie in „Men of the house“, das Ben Bulben allen Männern beim Hausputz widmet.
Das folgende „Star of the county down“ reisst die begeisterten Gäste im Saal förmlich von den Stühlen und Christoph setzt im “Dragon Stone Reel” als wahrer Teufelsgeiger noch einen drauf.
Nach dem ruhigen „Ready fort he storm“ und dem schwungvollen „Carry on“ gibt es die verdiente Pause für die Band.
Danach verzaubern die 6 Musiker – unterstützt durch Norbert an der Technik – die Gäste weiter mit ihrer musikalischen Reise durch Irland. Bei „Kilkelly“, in dem die Geschichte von einem Briefwechsel zwischen einem ausgewanderten Sohn und dem Vater in Irland erzählt wird – bekommt man eine Gänsehaut.
Die vergeht aber sofort wieder, als Uli in „Gillies“ seinen ersten – und leider einzigen – Einsatz an diesem Abend mit seinem elektronischen Dudelsack hat. Aber er ist durch eine Verletzung – im Bild sichtbar – behindert und deshalb sehen ihm die Fans den sparsamen Einsatz dieses genialen Musikinstrumentes nach.

Beim nächsten Lied „Black is the Colour“ sieht man vor dem inneren Auge den blauen irischen Himmel und grüne Wiesen – und wird ganz ruhig.

Das vergeht aber blitzschnell, weil in „Toss the chickens“ die Hühner geschüttelt werden. Und das im Landgasthaus Herchenbach, das berühmt ist für seine halben Hähnchen. Auf dem Teller – nicht im Stall.
Auch die letzten Songs „ Pastures of Plenty“, „ Cloghers“ und „Tamlin“ beweisen die Vielfalt von Irland. Mal ruhige Melodien mit sehr traurigen Texten, dann wieder fröhliche Melodien, bei denen man sofort lostanzen möchte.
Aber egal, ob es nur die ruhigen oder die lauten lustigen Lieder sind: Alle von Ben Bulben so wunderbar interpretierten Lieder gehen zu Herzen, in’s Blut, in die Beine und vor allem in die Hände.
Denn die Hände der Gäste haben an diesem Abend mehr als genug zu tun, entweder beim Mitklatschen oder beim begeisterten Applaudieren.
Mit rauschendem Applaus „zwingen“ die Fans die Musiker auch für eine reich bemessene Zugabe nochmals auf die kleine Bühne im Eischeider Festsaal.
Und hätten Ben Bulben als letzte Zugabe nicht das sehr ruhige „Blackbird“ gewählt, dann ständen die Fans wahrscheinlich jetzt noch im Saal und klatschten im Takt mit.
Mit diesem ruhigen Lied verabschieden sich die 6 Musiker für ein gutes Jahr aus Eischeid. Ein Wiedersehen und vor allem Wiederhören mit Ben Bulben wird es voraussichtlich kurz vor Halloween 2012 geben.
Für heute bedanken wir uns bei Claudia, Judith, Christoph, Joe, Thomas und Uli und natürlich Norbert an der Technik für einen wundervollen Abend mit wunderschönen Liedern. (Text: Rita Dörper-Link, Foto: Ortwin Dörper)

 "Wir Bornheimer" vom 02.10.2010

Jigs, Reels in Bornheim

"Ben Bulben" spielte in der Kaiserhalle

Das Bornheimer Kulturforum hatte zu einem irischen Abend in die Kaiserhalle auf der Königstrasse eingeladen und Viele Freunde der irischen Musik waren gekommen, um schon nach wenigen Liedern vollkommen aus dem Häuschen zu sein und frenetisch zur Musik den takt mitzuklatschen. Die Gruppe, die im Siebengebirge zu Hause ist und die irische Musik und Mentalität hervorragend verinnerlicht hat, konnte in diesem Jahr ihr zwanzigstes Jubiläum feiern. Das passte sehr gut zum zehnjährigen Jubiläum des Bornheimer Kulturforums. Die Band hatte ihren Namen dem Tafelberg im irischen Nordwesten entliehen und begeisterte das Bornheimer Publikum mit Fiddle, Flöten, Tin Whistle, Gitarren, Bass und Drums. Die irischen Lieder handeln zum größten Teil vom Trinken, schönen Frauen, Tänzen- aber auch vom Heimweh. das liegt daran, dass viele Iren ihr Heimatland verlassen mussten, weil sie zu Hause nichts mehr zu Essen und keine Arbeit mehr bekamen und auch darum u.A. nach Amerika auswandern mussten. So spielte die sechsköpfige Gruppe Ben Bulben eine gute Mischung aus flotten, fröhlichen und besinnlichen Liedern. Dem Publikum gefiel das Programm außerordentlich gut. In der Kaiserhalle war auch irisches Bier - Kilkenny - für die Gäste bestellt worden. Dieses Bier war aber schnell vergriffen. Das Publikum bekam auch eine Premiere mit. Schon im zweiten Lied war dem Geiger eine Saite gerissen. Er stand des Rest des Konzertes aber ohne weiteren Schaden durch. ( HA)

 

EXTRA-Blatt vom 04.11.2010

Jigs, Reels und Balladen

"Ben Bulben" entführte die Zuhörer aus dem Kino Blau-Weiß nach Irland

Eitorf (rd). Auf ihre Kosten kamen die Freunde der irischen Folk-Musik beim jüngsten Auftritt von "Ben-Bulben". Die sechs Musiker aus dem Rhein-Sieg-Kreis kreuzen traditionelle mit modernen Rhythmen.
Mit Keyboard, E-Gitarre und Schlagzeug bekommt der Sound einen leicht rockigen Akzent. Die Tradition kommt dabei aber nicht zu kurz. Virtuos handhabt Frontmann Christof Anthony die Fiddle während Uli Wosnitza mit Bodhran und Whistles beeindruckt.
Die Texte erzählen Geschichten vom Leben in Irland, dem rauen Alltag von Seeleuten oder dem Heimweh von Auswanderern.
Die Musik vermittelt die Stimmung so intensiv, dass man sich auf dem Markt in Dublin glaubt, wo ein Mädchen statt Garn und Stoff seine Unschuld verkauft oder man wähnt sich auf einer irischen Wiese und begleitet einen Schmetterling durch den Sommer.
Die Texte gehen zu Herzen und der Rhythmus fährt in die Beine. So bedauerte der ein oder andere Fan, im Kino dem automatischen Bewegungsdrang nicht nachgeben zu können. Ausgeglichen wurde dieses Manko durch die Intimität des Raums, die wie in irischen Pubs üblich, lockere Konversation zwischen Band und Publikum ermöglichte. Zur authentischen Atmosphäre trug auch das traditionelle "Stout", das würzige, dunkle Bier aus Irland bei.
Mit dem irischen Halloween-Abend ist dem Kulturamt Eitorf erneut ein Höhepunkt gelungen und das Publikum honorierte das Konzert mit anhaltendem Applaus, für den sich die Künstler mit reichlich Zugaben bedankten.

Mit einer Mischung aus traditioneller und moderner Instrumentierung schafft "Ben Bulben" einen ganz eigenen Stil. Foto: Deitenbach

Generalanzeiger Bonn, vom 22.09.2010

Irisches mit rockigen Untertönen

Die Band Ben Bulben verzauberte ihr Publikum in der Kaiserhalle

Bornheim. "Wir sind seit zwanzig Jahren auf der Bühne und nach drei Minuten reißt die erste Seite. Könnte eng werden, wenn das so weiter geht", kommentiert Christoph Anthony, der Fiddler der Irish-Folk-Gruppe Ben Bulben, das Missgeschick zu Beginn des Auftritts in der ausverkauften Kaiserhalle. Schnell ist das Eis gebrochen und rhythmisches Klatschen begleitet die sechs Musiker aus Königswinter, die ihr Herz an Irland und seine Musik verloren haben.

Das Besondere an Ben Bulben ist, dass seit drei Jahren mit Thomas Riegler ein Percussionist den Takt vorgibt. Durch die rhythmische Unterstützung klingen einige Songs rockiger und moderner. "Molly Malone ist in Irland eher für die Touristen. Was Ben Bulben spielt, ist irische Musik, sogar ein kleines bisschen moderner als in Dublin", sagt Jessica Wiesner aus Bornheim, die schon acht mal Irland besuchte. Das Joe Thar, Gitarrist bei Ben Bulben, vorher in einer Heavy-Metal-Band gespielt hat, kann er nicht verleugnen. So kann der "Dragon Stone Reel", der Drachenfels-Tanz, Anleihen an ACDC´s "Hells Bells" nicht verleugnen. Doch schon bald wird es wieder ruhiger, und die zarten Melodien erzeugen bei Bert Klein aus Walberberg eine Gänsehaut nach der anderen. Melancholische Liebeslieder und Heimwehsongs verzaubern das Publikum, bis Querflöten, Fiddle und Bodhran, die typisch irische Handtrommel, zum Tanz aufrufen.

Dem Publikum in der Kaiserhalle hat es gefallen, und auch Willi Over, Geschäftsführer des Kulturforums Bornheim e.V., ist begeistert vom Ben-Bulben-Konzert. Er freut sich über den frischen Wind, den die Königswinterer im Jubiläumsjahr des Kulturforums nach Bornheim gebracht haben, (bep)

Musik von der grünen Insel: Den typischen Klang mit Fiddle und Flöten bringt Ben Bulben auf die Bühne. (Foto: Wolfgang Henry)

Bonner Rundschau, vom 21.09.2010

Kaiserhalle wandelt sich zum Pub

Gastspiel der irischen Band Ben Bulben wurde auch für das Kulturforum ein Erfolg

MARGRET KLOSE

Bornheim. Das dreiblättrige grüne Kleeblatt durfte nicht fehlen - ist es doch bis heute ein irisches Nationalsymbol. Astrid Anders (46) hatte es sich, am Stirnband befestigt, aus ihrem letzten Urlaub mit nach Bornheim gebracht. "Ich liebe dieses Land, die Menschen, die Kultur und die irische Musik", schwärmte sie. Für sie und ihren Mann Edzard Anders war deshalb das Konzert der Band Ben Bulben in der Kaiserhalle Pflichtprogramm.

Die Gruppe verbindet irische Traditionsmusik mit modernen Rhythmen am Schlagzeug und peppt sie mit aktuellem Keyboardsound auf. Auf Einladung des Bornheimer Kulturforums waren die Musiker nach Bornheim gekommen. "Meine Tochter Barbara Semrau hat die Band in Hennef gehört und war sofort restlos begeistert", erklärte Paul Jülich, stellvertretender Vorsitzender des Kulturforums. "Die müsst ihr nach Bornheim holen", habe ihm seine Tochter empfohlen. Jülich war erstaunt über die enorme Resonanz. Mehr als 250 Fans waren in die Kaiserhalle gekommen und verwandelte die Halle in den "größten Pub im Rheinland". Sogar würziges und etwas herber als Kölsch schmeckendes irisches Bier wurde ausgeschenkt. Die Kaiserhalle hatte sich das Kulturforum als Veranstaltungsort ausgesucht, weil sie wegen Atmosphäre und Beschaffenheit des alten, etwas schummrig wirkenden Saals wie geschaffen schien für das irische Musikkonzert.

"Die Bühne und der Saal sind einfach klasse", freute sich auch Christoph Anthony, Frontmann von Ben Bulben, Er lobte auch das Publikum, denn schon mit den ersten Liedern sprang der Funke über. Wie elektrisiert begannen die Fans auf die Rhythmen zunächst mit den Füßen zu wippen und dann auch mitzuklatschen.

Mit ihren Liedern erzählen die Musiker Geschichten, etwa von der Liebe und den Seemännern, aber auch von Heimweh derjenigen, die ihr Eiland verlassen mussten und auswanderten. "Dieser Rhythmus geht durch Mark und Bein", fand auch Zuhörer Hermann Heinen. Die Band Ben Bulben feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Genau halb so alt ist jetzt das Kulturforum.

Traditionelle irische Musik, appetitlich verpackt mit modernen Rhythmen: Ben Bulben auf der Bühne der Kaiserhalle. (Foto: Homey)

Kölnische Rundschau vom 29.04.2010

Bilder zum Auftritt gibt es hier:                                                                 Generalanzeiger vom 16.03.2010

Bilder zum Auftritt gibt es hier:                                                     Rhein Sieg Anzeiger vom 19.03.2010

Landgasthaus Herchenbach , 13.11.2009

Ben Bulben verzaubert mit irischer Musik

Irischer kann die Stimmung an diesem Abend im Landgasthaus Herchenbach nicht sein. Draußen ist es mild und regnerisch, drinnen ist der Saal bis auf den allerletzten Platz besetzt mit musikbegeisterten Menschen und auf der Bühne stehen 6 geniale Musiker. Die nehmen die Gäste von der ersten Sekunde an mit auf eine Reise nach und durch Irland. Mal fetzig, mal mitreißend, dann wieder tragisch und nachdenklich.

Die Musik fährt sofort in die Beine und die Hände. Die waren bis vor wenigen Minuten noch damit beschäftigt, die von den Brüdern Herchenbach zubereiteten irischen Spezialitäten wie Irish Stew oder Beef’n Turnips mit Colcannon mit Messer und Gabel zu „vernichten“, sind aber jetzt frei zum Mitklatschen im Rhythmus von Fiddle und Flute. Sofern sie nicht ein Glas Kilkenny ergreifen.
Die erste Ansage, dass es sich heute Abend um das letzte Konzert handelt, schockiert die Gäste. Aber das war nur der 1. Teil des Satzes. Alle sind beruhigt, als sie den 2. Teil erfahren … „letzte Konzert als „Teenager“. Die Band wird nämlich im kommenden Jahr 20 und ist dann „erwachsen“.
Aber das sind die Stimmen und das musikalische Talent schon seit langem. Sowohl bei fetzigen Titeln wie z.B. „Congress Reel“, „Star of the county down“, das nagelneue „Kerry on“, „Paddy on the mission“ und „Tamlin“ als auch bei nachdenklichen und getragenen Stücken wie z.B. „“Black ist the colour“, „Pastures of plenty“ und „Wind that shakes the barley“.
Wenn man bei „Butterfly/Cooleys“ die Augen schließt, dann sitzt man wirklich im Frühling an den Klippen der irischen See und sieht die ersten Schmetterlinge des Jahres. Dieser Song ist zart und kraftvoll zugleich.

Wenn Claudia Anthony die Flute ansetzt, sitzt man auf einer irischen Wiese an einem kleinen Bach, neben sich friedliche Schafe und über sich der blaue Himmel mit Schäfchenwolken. Christoph Anthony steigert sich im Lauf des Abends von einem sehr guten Fiddle-Spieler zu einem wahren Teufelsgeiger.
Judith Bergerhausen überzeugt zum einen mit ihrer sehr klaren und ausdrucksvollen Stimme, aber auch am Keyboard und an der Flute. Uli Wosnitza ist der Mann für die „schrägen“ Instrumente. Er brilliert sowohl am Bodhran, an Whistles, an der Bass-Gitarre und bei „Gillies“ am „kastrierten“ Dudelsack. Also einem Dudel ohne Sack. Thomas Riegler an den Drums/Percussion ist zwar während des Abends hinter seinem Instrument kaum zu sehen. Dafür umso besser zu hören.
Und Joe Thar hat „die Rolle“ des Abends, als er mit einem spontanen und sehr beeindruckenden Solo die Zeit überbrückt, die Christoph braucht, um eine neue Geigensaite aufzuziehen.

Dieses Solo MUSS ab sofort ins Programm aufgenommen werden – da sind alle Gäste im Saal und die Musikerkollegen auf der Bühne einig.

Einigkeit besteht auch bei allen, dass dieser wunderbare irische Abend wiederholt werden muss. Von richtig guter Musik kann man nie genug bekommen und Ben Bulben macht süchtig nach irischer Musik. Ein großes Dankeschön an 6 wunderbare Musiker und ihren famosen Techniker am Mischpult und – wir freuen uns auf ein Wiedersehen und –hören im Landgasthaus Herchenbach.
PS:Die von Uli in Vinxel am Rhein angesiedelte Heringsmöwe aus „Seven Hill skories“ gibt es zwar laut Wikipedia wirklich – allerdings nicht in VINXEL !!!!


Fotos: Ortwin Dörper, Text: Rita Dörper-Link

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Veedelsfenster Poll & Ensen-Westhoven  Ausgabe 03/09

Erste Irish-Night in Poll

Tolles Konzert im Pfarrheim Dreifaltigkeit

 

 
Schon weit im Vorfeld waren die Karten für das Konzert der Folk-Rock Gruppe "Ben Bulben" aus dem Rhein-Sieg Kreis ausverkauft. Das Konzert fand am 09. Mai im Pfarrheim Hl. Dreifaltigkeit in Köln-Poll statt. Veranstalter war der Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Joseph, dessen Vorstandsmitglied Thomas Stramm sich sehr für diese Veranstaltung engagiert hat. Schnell war auch Jutta Karopka vom "Einblick Frauenforum Poll" überzeugt und so wurde die Entscheidung getroffen, die Musiker in das Poller Pfarrheim einzuladen.

Es habe sich um ein Experiment gehandelt, ist zu hören, die Erwartungen vorher waren entsprechend groß. Die Besucher betraten das mit irischen Fahnen und Plakaten dekorierte Pfarrheim mit großer Begeisterung und man fand sich direkt in Gesellschaft von Gleichgesinnten wieder. Zur Einstimmung gab es Folk-Musik aus der Konserve, dazu Irisches Bier und Snacks. Um 20.15 Uhr eröffneten Karopka und Stramm die Veranstaltung und hießen " Ben Bulben" auf der Bühne willkommen. Diese heizten Ihrem Publikum gleich richtig ein mit traditionellen keltischen Folk gepaart mit modernen Rhythmen und neuen rockigen Sounds. Klatschend und tanzend ließ sich die Menge mitreißen mal von fetzigen traditionellen Reels, mal von besinnlichen Balladen und die Stimmung während des gut zweieinhalbstündigen Konzertes war anhaltend gut. Die Virtuosen verschmolzen scheinbar mit ihren Instrumenten, darunter Fiddle, Whistle, Flute und Bodhran bis hin zur E-Gitarre, Bass, Drums und Keyboard. Neu war der Einsatz des "Dudels ohne Sack" bei der Interpretation des Stückes "Gillies". Ein einfühlsam beginnendes schottisches Stück, das schnell an Fahrt gewinnt. Die Vielseitigkeit der Gruppe und die Abstimmung zwischen Stimmen und Instrumenten rissen das Publikum an diesem Abend mit und nahmen es mit auf die Reise zur Grünen Insel. Foto: Carolin Schlüten/EB

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Porz Aktuell, 03.06.2009

Irische Töne der "etwas anderen Art"

"Ben Bulben" brachte "das Pfarrheim" zum Rocken

 
 
  Poll (qpt). Regenschirme strömten ins Pfarrheim Hl. Dreifaltigkeit. Zum passenden Anblick fehlten nur noch Wachsjacken, denn eine "Irish Night" stand auf dem Programm. Folk-Weisen vom Band, irische Flaggen als Dekoration, eine Diashow mit Landschaftseindrücken von der "Grünen Insel", Guinness und Kilkenny verkürzten den Besuchern das Warten auf den Konzertbeginn. Dann betraten Thomas Stramm vom Pfarrgemeinderat und Jutta Karopka vom "einblick frauenforum poll" die Bühne, und Jubel brach aus, denn Stramm zeigte Bein im Kilt. Im April letzten Jahres hatte ihn irische Musik ins Jugendgästehaus Riehl gelockt. "Ich wusste allerdings nicht, dass ich mich dabei auf dem AFS Stillkongress befand", erinnerte er sich lachend.

Er war begeistert und steckte andere Pfarrgemeinderäte und die Damen des Frauenforums mit dem "Ben Bulben"-Fieber an. Somit war die Entscheidung gefallen, die Band ins Pfarrheim zu holen, und die Eintrittskarten waren schnell vergriffen. Typischerweise gehören zum Irish Folk eine Fiddle, eine Bodhran, eine Whistle und ein irischer Dudelsack. Doch "Ben Bulben" kreuzen traditionellen keltischen Folk mit modernen Rhythmen und neuen Sounds und ergänzen die Instrumente durch Schlagzeug, Percussion, Keyboard, Querflöten, E- und Akustik-Gitarren. Das Publikum war sichtlich begeistert von der Mischung aus Irish Music und Celtic Rock. Bei fetzigen traditionellen Jigs und Reels klatschten und tanzten die neuen Fans aus Poll voller Elan mit. Damit auch die Musiker zwischendurch verschnaufen konnten, lud die eine oder andere Ballade zum Träumen und Kuscheln ein. Sogar einen Tipp für Hausfrauen gab es gratis dazu: "Legt den Song `Men of the house`auf und eure Männer werden in Windeseile den Hausputz erledigen". Dies bleibt allerdings noch zu beweisen. Joe Thar beichtete in der Pause: "Bisher waren nur zwei von unserer Band in Irland, aber meine beiden Jungs haben irische Namen".

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Rhein-Sieg-Rundschau, 15.04.2009

Zugabe hätte Iren vom Stuhl gerissen

"Ben Bulben" bot Irish Folk mit rockiger Ader - Dialog von Fiddle und Drums

Hennef. Ob ihre Musik in Irland genauso ankommt wie beim jüngsten Konzert im Kur-Theater haben die zwei Frauen und vier Männer von "Ben Bulben" noch nicht herausgefunden. Derzeit noch ein Traum, gehöre es zu den Zielen der Irish-Folk-Music-Band, auch einmal auf der grünen Insel das Können unter Beweis zu stellen, erklärte Bandgründer Uli Wosnitza. Das fachkundige Hennefer Publikum jedenfalls war sich einig, dass "Ben Bulben" das Zeug dazu hätte; nicht nur musikalisch, sondern auch, was die Performance anbelangt, die einem Dubliner Tanzboden zur Ehre gereicht hätte.

Trotz der irischen Beseeltheit und Authentizität verleiht "Ben Bulben" seiner Musik eine eigene Ausstrahlung, bei der Konventionen manchmal aufgebrochen werden. So darf ruhig schon mal die rockige Ader herausquellen, und bei manchen Balladen wird im Extremfall sogar mit softem Pop geflirtet. Doch zu jeder Sekunde steht das Spontane im Vordergrund. Etwa wenn es um die Moderation geht, die von dem wahrgenommen wird, der gerade einen guten Einfall hat oder einfach etwas mitteilen möchte.

Hinsichtlich der Arrangements ist ebenfalls Ideenreichtum angesagt. Aus Notenbüchern beispielsweise hole man sich Anleihen, sagte der musikalische Tausendsassa Wosnitza, und das mische man mit Melodielinien anderer Stücke. Die Ergebnisse sind hörenswert, wie eingangs das "Men of the house" zeigte, bei dem Christoph Anthony die Fiddle wild und rasant bediente und dennoch die intensiven Botschaften nicht zu kurz kommen ließ. Ehefrau Claudia war mit Judith Bergerhausen für die Flöten zuständig, die sie in einer Art spielten, die einmal mit Unbekümmertheit, ein anderes Mal mit mystischem Tiefgang beschrieben werden konnte. Für den unermüdlichen Antrieb zeichnete Thomas Riegler an den Drums verantwortlich, dessen impulsives Spiel bei den Dialogen mit Anthonys Fiddle die Zwerchfelle der Zuhörer in Wallung brachte. Ohne viel Aufhebens agierte Joe Thar, der sich zwar seiner Verpflichtung dem Irish Folk gegenüber bewusst war, der aber zur Freude aller seine Herkunft aus dem Rocklager nie verleugnete.

Ihre Ausdauer bewiesen die Musiker mit satten 22 Stücken, ihre Vielseitigkeit indes mit einem kontrastierendem "Ready for the Storm", bei dem die Tristesse und Gefahr des Fischeralltages beschrieben wurde oder mit der Zugabe "Star of the county down", das wahrscheinlich jeden Iren vom Stuhl gerissen hätte. Der rasende Schlussjubel jedenfalls bestätigte Kur-Theater-Macher Ingo Teusch, der bei "Ben Bulben" von einem "Selbstläufer" sprach. (loi)

 

Rhein-Sieg-Rundschau, 19.09.2008

Sturm und sanfte Brisen

"Ben Bulben" spielte mitreißenden Keltenrock. Alle Musiker beherrschen mehrere Instrumente.

Bilder zum Auftritt gibt es hier:

Eitorf. Irische Saitenschläge und Flötentöne der sechsköpfigen Folk-Gruppe     "Ben Bulben" aus Königswinter wehten mal als sanfte Brise, mal als Sturm   durch die vollbesetzten Zuschauerreihen im Theater am Park. Auch aus dem Köln/Bonner Raum waren Freunde dieser tanzbaren irischen Folkmusik ins Siegtal gereist. Dass "Ben Bulben" die irischen Weisen mit einem gehörigen Touch Rock aufpeppt, kommt super gut an, zumal auf der Bühne schnell sichtbar und hörbar wird: Musik, mit Verzicht auf Selbstdarstellung, ist die Leidenschaft, der die Musiker sich hingeben. Beim ersten Eitorfer Auftritt vor zwei Jahren hatte sich die Band schon ein begeistertes Publikum sichern können.Die leisen A-capella-Töne von "Ridin`on a donkey", zu denen Uli Wosnitza die irische Bodhran, eine Rahmentrommel, schlug, hielten nicht lange vor. Eine Ahnung der Bandbreite der Siebengebirgler, die sich nach dem Tafelberg im Nordwesten Irlands benannt haben, bekam man bei Christoph Anthonys Funken sprühenden Fidelstrichen zu "Man of the house". Angetrieben wurde der "Hausmann" von den Flötenspielerinnen Judith Bergerhausen und Claudia Anthony.

Auf nur einem Gleis fährt keines der Bandmitglieder. Regen Gebrauch machen sie von diversen Instrumenten und wechseln sich ab beim Gesang. Einfühlsam und melancholisch sang Joe Thar, E-Gitarren- und Mandolinenspieler, die Ballade "The next market day", in der sich ein Mädchen selbst verkauft, um seine arme Familie zu unterstützen. Lob gab es vom Fiddler Anthony für das aufmerksame Publikum. Gehörig ins Schwitzen geriet er dann bei "Butterfly", dem Schmetterling, der mit aller Macht seinen Kokon verlassen wollte, um trunken vor Lebenslust über die Wiesen der Grünen Insel zu flattern. Mit Pfiffen und stürmischem Applaus dankten die Zuhörer für dieses mitreißende Instrumentalstück.

Einen goldenen Griff tat "Ben Bulben" im vorigen Jahr bei der Wahl des Schlagzeugers. Rhythmusexperte Thomas Riegler könnte als Keltenrocker auf die Welt gekommen sein. Zu "Ben Bulben" sollte man einfach mal hingehen, um sie zu erleben. (Sylvia Schmidt)

 

Extra-Blatt, 10.09.2008

Irische Frische

"Ben Bulben" fegte im Sturm über Irland hinweg

 

EITORF. Mitreißend frisch war der Mix aus irischer Folkmusik und modernen Rhythmen, mit denen die Königswinterer Truppe "Ben Bulben" für Begeisterungsstürme im Eitorfer Theater am Park sorgte. Die gekonnte Zusammensetzung der Instrumente wirbelte ordentlich den Staub von der "Grünen Insel" und bestrahlte sie in einem neuen Licht.

Foto und Text: Schmidt

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Hennefer Kur-Theather, März 2008

Am Freitag, den 14. März 2008 wurde im Hennefer Kur-Theater mit original Guinness Bier und Irish Folk Music von "Ben Bulben" der größte Irische Nationalfeiertag, der St. Patrick Day gefeiert.

Ruck-Zuck ausverkauftes Haus, das ließ viel erwarten! Nur wer schnell genug war (oder Mitglied im Förderverein der Kur-Theater e.V. ist, denn dann kann man bei den Veranstaltungskarten als Erster zuschlagen!) konnte Karten für das begehrte Konzert im Hennefer Kur-Theater ergattern.

Mit einem A-cappella-Stück begann der von vielen erwartete Auftritt der sechsköpfigen Band die sich ausschließlich der irischen Musik verschrieben hat. Der Bandname „Ben Bulben“ soll an den legendären Tafelberg im Nordosten von Irland erinnern. Dass „Irish- Folk- Music“nicht nur melancholische, schwermütige Lagerfeuermusik ist, sondern dass hier die „Post“ abgeht haben die sechs Akteure dem Publikum schnell klargemacht.

Die traditionellen Instrumente der Folkmusic „Made in Ireland“ sind Flöte, Fiddle und Trommeln. In Kombination mit Keyboard und E-Gitarre ließen die sechs "Ben Bulben"-Musiker aus Königswinter auch eigene, völlig neue Klangbilder entstehen. So gesellten sich zu den traditionellen Klängen auch gelungen Töne aus Rock/ Pop und anderen Musikstilrichtungen. Insbesondere diese erfrischende Mischung mit dem wirklich tollen, mehrstimmigen Gesang machen „Ben Bulben“ zu einer besonderen Band mit einer immer größer werdenden Fan- Gemeinde.

Immer wieder aufs Neue bewiesen Sie, dass Sie ihre Instrumente perfekt beherrschen. Christoph Anthony und seine Fiddle wurden zeitweise zum beherrschenden Element auf der Bühne im Kur-Theater. Mit geschlossenen Augen versank der „Teufels-Geiger“ in der Musik, während seine Finger in irrwitzigem Tempo über das Griffbrett hasteten. Drums & Percussion von Thomas Riegler und das Klatschen und Jubeln der Zuschauer trieben den Rhythmus nach vorne, E-Gitarren Klänge von Joe Thar heizten das Tempo und die Stimmung im Saal zusätzlich an.

Danach im Wechsel wieder sanfte Balladen, gefühlvoll und mehrstimmig vorgetragen von den Sängerinnen Claudia Anthony und Judith Bergerhausen. Gefolgt von rasanten Instrumentalstücken, so dass im Publikum auch kräftig mitgeklatscht und applaudiert wurde. Die Musiker um Flötenvirtuosen und Bandgründer Uli Wosnitza auf der Bühne verstanden es perfekt, ihren Spaß an der Musik auf das restlos begeisterte Publikum im ausverkauften Kur-Theater zu übertragen und den Abend zu einem besonderen Hörerlebnis zu machen. Erst nach etlichen Zugaben ließ das Publikum die glückliche, aber auch erschöpfte Band von der Bühne.

Das Team vom Kur-Theater wird das Versprechen, dass hier schon nach dem ersten Mal eine Tradition geboren ist, wahr machen! Es steht schon fest, im März 2009 wird im Hennefer Kur-Theater wieder der St Patrick Day gefeiert, und neben original Guinnes Bier ist „Ben Bulben „ auch wieder dabei!

Text und Foto : Ingo Teusch                    

Rhein Sieg Rundschau, 25.03.2008

" Das war doch gar nicht so schlecht"

"Ben Bulben" zelebrierten Irish Folk und schleuderten Akkorde ins Publikum

VON PATRICK LÜLSDORF ,

 HENNEF. Wer bei „Irish Folk“ an melancholische Lagerfeuermusik und schwermütige Landschaftsballaden denkt, liegt vollkommen falsch, denn eigentlich ist die traditionelle Musik von der Grünen Insel eine sehr fröhliche und lebensbejahende Sache. „Ben Bulben“ sind auf dem besten Weg die Vorurteile gegenüber der irischen Volksmusik abzubauen. Das zeigte die Band einmal mehr, als sie jetzt im Hennefer Kurtheater auftrat.

Pünktlich zum irischen Feiertag, dem St.-Patricks-Day, gab die sechsköpfige Combo, die sich ausschließlich der irischen Musik verschrieben hat, ein furioses und hitziges Konzert vor ausverkauftem Haus. Das nette Ambiente und die mit irischen Bildern bestückte Diashow stimmten die knapp 190 Zuschauer auf das Musikereignis und den Gedenktag des ersten christlichen Missionars aus Irland ein.

Mit einem A-cappella-Stück begann der mit Spannung erwartete Auftritt der Band, die mit ihrem Namen an den legendären Tafelberg im Nordosten von Irland erinnert, verhalten aber dennoch passend. Beim seelenvollen „The next Market Day“ bewies Joe Thar nicht nur seine Klasse an der akustischen Gitarre, auch als Sänger konnte er, unterstützt von kraftvollen Backgroundgesängen, überzeugen. Das instrumentale „The Butterfly“ hingegen bestach durch auffallende zweistimmige Querflöten-Melodien, und als Christoph Anthony mit seiner großartig gespielten „Fiddle“ (Geige) einsetze, steigerten sich die Intensität, das Tempo und der Genuss des Publikums um ein Vielfaches. Auch Schlagzeuger Thomas Riegler gab auf dem Cajún nun richtig Gas, so dass im Publikum kräftig mitgeklatscht und applaudiert wurde. Als man dachte, jetzt sei der Höhepunkt erreicht, überraschten die talentierten Musiker das Publikum erneut und schleuderten die Akkorde und Melodien in einer atemberaubenden Geschwindigkeit in die Menge, dass die Stimmung nun auf dem Siedepunkt war.

Zum Kontrast präsentieren „Ben Bulben“ natürlich auch die wunderschönen Balladen, wie das herzergreifende „Blackbird“, gefühlvoll gesungen und interpretiert von Judith Bergerhausen. Die erfrischende Mischung aus traditioneller irischer Volksmusik, modernen Rhythmen, Rockeinflüssen, Keyboardpassagen und tollem mehrstimmigen Gesang machen „Ben Bulben“ schon zu einer besonderen Band. Den Multiinstrumentalisten ist die Liebe zur irischen Musik einfach anzumerken, und man erkennt den Spaß und die Hingabe der Künstler.

Flötenvirtuose und Bandgründer Uli Wosnitza gab zwischen den Stücken seinen Das-war-doch gar-nicht-so-schlecht-Spruch zum Besten, wer die Band kennt, weiß, was dies zu bedeuten hat: ein höllischer guter Auftritt einer höllisch guten Band.

Oberhau Aktuell, 19.08.2007

Der Samstag stand im Zeichen der grünen Insel „Irland“ und der Irish Folk-Band „Ben Bulben“. Die Band, erstmals im Oberhau zu hören, setzt sich aus Bewohnern unserer Nachbarschaft, Vinxel, Dahlhausen und Bennerscheid zusammen. Die Musik verbindet irische Tradition mit modernen Sounds. Nachdem der Vorsitzende des MC Quirrenbach, Josef Göbel, gegen 21.00 Uhr die „Waldgäste“ begrüßt hatte, stellte er die „deutsche“ Band in perfektem Englisch, natürlich auch in der deutschen Sprache vor. Mit ihrem ersten Open Air Konzert im Heesteren Bösch begeisterten sie die Fans des Irish Folk und wurden erst nach mehreren Zugaben zu nächtlicher Stunde aus ihrer Pflicht entlassen.

Bilder zum Auftritt gibt es hier:

 

Blick Aktuell, 08.06.2007

                         

Rhein Zeitung, 24.05.2007

Irische Musik begeisterte das Publikum

"Ben Bulben" überzeugte mit unkonventioneller Mischung aus traditionellem und modernem Folk

HEIMBACH-WEIS. Bei den Worten "Irish Folk" denken viele zunächst an getragene Balladen, die von tragischen Liebensgeschichten oder dem Heimweh nach der Grünen Insel handeln. Dabei hat irische Musik viel mehr zu bieten: Ihre mitreißenden Tänze mit rasanten Tempiwechseln sind der breiten Masse spätestens seit "Riverdance" und "Lord of the Dance" ein Begriff. Die Formation "Ben Bulben", die sich dem "Irish Folk" verschrieben hat, lud die Zuhörer beim Kreuzgang-Konzert zu einem ungewöhnlichen Hörerlebnis ein.

Traditionelle Instrumente des Folk made in Ireland sind Flöte, Fiddle und Trommel. In Kombination mit Keyboard und E-Gitarre lassen die fünf "Ben Bulben"-Musiker aus Königswinter völlig neue Klangbilder entstehen. Sanfte Balladen, gelungen vorgetragen von den beiden Sängerinnen Claudia Anthony und Judith Bergerhausen und Sänger Joe Thar, wechseln sich mit rasanten Instrumentalstücken ab.

Dabei beweisen die Musiker immer wieder auf"s Neue, dass sie ihre Instrumente perfekt beherrschen. Christoph Anthony und seine Fiddle werden zum beherrschenden Element auf der kleinen Bühne. Mit geschlossenen Augen versinkt der Geiger in der Musik, während seine Finger über das Griffbrett fliegen. Perkussion und das Klatschen der Zuschauer treiben den Rhythmus nach vorne, E-Gitarren-Klänge heizen zusätzlich die Spannung und das Tempo an.

Es ist eine Musik, die nach Bewegung schreit. Ruhig sitzen bleiben fällt schwer. Die Enge im Kreuzgang erlaubt keine raumgreifenden Tanzfiguren, dafür zucken Fußspitzen, Hände und Köpfe im Takt mit. Während die Dunkelheit den Klostergarten allmählich im Nachtblau versinken lässt, gehen die Gedanken auf die Reise. Die Abtei Rommersdorf wird zur irischen Ruine, in der die Geister mit ihrer Musik Geschichten erzählen.

So ganz nebenbei erfährt der Zuhörer auch das ein oder andere über die Sitten und Gebräuche auf der Grünen Insel - immer dann, wenn die Musiker die Pausen zwischen den Stücken überbrücken. Die Tücken des Wetters machen dabei immer wieder Unterbrechungen erforderlich. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Instrumenten ist nicht immer einfach: Zu eng ist die kleine Bühne, Technik, Kabel und natürlich die Musiker selbst benötigen Platz, um zu agieren.

Doch der Tanz auf kleinen Raum gelingt, die Stimmung bei den Musikern und im Publikum ist gut. Nur ungern lassen die Zuhörer die Musiker nach zweieinhalb Stunden von der Bühne gehen.

   Andrea Fehr

General - Anzeiger, 05.03.2007

Fiddle, Flute und Whistle treiben den Sound voran

Irish Folk Ben Bulben unterstützt Beueler Gesamtschule bei der Finanzierung des Abiballs

Von Frank Auffenberg

Pützchen."Wir haben eine Live-DVD zu präsentieren, die Abiturienten brauchen Geld für ihren Abschlussball. Da lag es nahe, gemeinsame Sache zu machen", erläutert Christoph Anthony, Lehrer an der Integrierten Gesamtschule Beuel (IGS) und Mitglied der Irish Folk Band Ben Bulben. In der IGS-Aula kocht die Stimmung derweil langsam hoch. Sechs Schüler des Abiturlehrganges, die sich im Herbst zur Abiband zusammen taten, heizen dem Publikum als Vorband des Abends mit Rock- und Pop-Klassikern gehörig ein.

"Einerseits haben wir so eine fantastische Vorgruppe, andererseits die Abiband quasi eine Generalprobe vor Publikum", freut sich Anthony.

Dann ist es soweit. Die Aula wird verdunkelt, fünf dunkle Gestalten betreten die Bühne, Sphärische Klänge zwirbeln sich bis in die letzte Reihe empor. Plötzlich vertraute Töne. Beinahe schon meditativ schnarrt auf einer Gitarre das James-Bond-Motiv durch die Halle. Im Bühnenhintergrund erscheint die irische Küste auf einer Leinwand. Christoph Anthony beginnt auf seiner Geige einzustimmen, Rhythmisch wiegen sich die Gäste zu immer treibender werdenden Musik. Nein, man spiele keinen klassischen Irish Folk, hatte Anthony erklärt. Ben Bulben verbinde die irische Tradition mit modernen Rhythmen und neuen Keyboardarrangements. Fiddle, Flute und Whistle treiben den Sound nach vorn, Gitarre, Bass und Keyboard sorgen für den nötigen Dampf, so Anthony.
Man wolle die Menge nicht allein zum Lauschen animieren, sondern förmlich zum Tanzen zwingen.
Bereits zum vierten Mal traten die fünf eingefleischten Freunde der keltischen Musik in der IGS auf und unterstützten den Abiturjahrgang bei der Finanzierung ihres Balls. "40 Prozent des Eintritts und der gesamte Erlös von Getränken und Häppchen gehen an uns", freute sich Abiturient Konrad Meier.

Ben Bulben hält sich seit rund 17 Jahren in wechselnder Besetzung auf dem Markt, spielt auf großen Festivals ebenso wie bei Hochzeiten oder Straßenfesten. Meist bestreite man drei Konzerte im Monat, so Anthony. Mehr wären sicher möglich, doch: "Es ist und bleibt ein Hobby für uns."

Cds und die neue Live-DVD sind auf Konzerten oder über die Internetpräsenz www.ben-bulben.de zu erstehen.

 

Die perfekte Mischung

Fünftes Irish-Folk and Celtic Music-Festival in der Höhle erneut ein Erfolg.
3000 Gäste feiern an drei Abenden ein großes Fest mit toller Musik

Ein strahlendes, wenn auch urlaubsreifes Veranstalterteam um Höhlenvereinsvorsitzenden Wilfried Hagen freut sich nach drei erfolgreichen Festival-Tagen: »Wir sind sehr zufrieden.« Wieder einmal hat die Mischung aus irischer und keltischer, moderner und traditioneller Musik für rund 3000 Besucher gesorgt. Und auch die waren begeistert, das musikalisch Gebotene hatte für jeden Geschmack etwas parat.

Bereits die Eröffnung am (eintrittsfreien) Donnerstagabend geriet zum ersten Höhepunkt des diesjährigen Festivals. Der Auftritt des langjährigen Festival-Moderators Sean Reeves mit seinen »Five Alive O« war charismatisch und dazu musikalisch mitreißend ob des hohen Niveaus und Könnens der Beteiligten, Reeves‘ unglaubliche Stimme tat ihr Übriges zu einem unvergesslichen Beginn.

Und so sollte es weiter gehen, wenn auch nach
1200 Gästen am ersten der zweite Abend mit nur rund 700 Besuchern etwas schlapp war. Doch das sind die Veranstalter gewöhnt, denn freitags stehen die eher ruhigeren Bands auf dem Programm. Diesmal waren das die Newcomer »Pennystock«, gefolgt von »Cara«, beide aus Deutschland, die mit sanften Balladen um Liebe, Leid und Tod den typisch irischen Charakter in der Höhle entstehen ließen. Der Klang von Fiddle und Tin Whistle beherrschte die Szenerie wie auch kräftige oder einschmeichelnde Gesänge.

Höhepunkt des zweiten Abends war dann unbestritten der Auftritt der irischen Combo »Gael Sli«, deren Frontfrau mit unbeschreiblicher Bühnenpräsenz und sanftem Harfenspiel die Herzen im Sturm eroberte, bevor »Midnight Court« den traurigen Job des Ausfegers übernahmen und – ob der späten Uhrzeit – vor immer weiter abnehmender Zuhörerkulisse spielten. Sie hatten mehr Beachtung verdient.

Am dritten Abend ging‘s dann Schlag auf Schlag. Neben einem weiteren Auftritt von Sean Reeves mit seinen »Five
Alive O« gab es irische Tänze der »Irish Flames« aus Deutschland, spritzige Musik von »Ben Bulben«, die sich zum Favoriten des Abends mauserten, Martin Furey aus der berühmten irischen Musikerfamilie brachte ungewohnt moderne Lieder mit und einen Akkordeonisten, der unglaublich virtuos mit Tasten und Knöpfen umzugehen wusste. Zum Ausklang begeisterte die siebenköpfige Band »Solid Ground« mit ansteckender Fröhlichkeit.

(Kai Pottgießer • Süderländer Volksfreund • 7. August 2006)

Bilder zum Auftritt gibt es hier:


Kölner Stadtanzeiger , 03.05.06

Versunken in irischer Folklore

VON THOMAS BECKER

Ben Bulben, so heißt nicht nur ein Tafelberg im Nordwesten Irlands, sondern auch ein ungewöhnliches Ensemble, das irische Volksmusik nach Bornheim brachte.

Bornheim - Ein feuerroter Sonnenuntergang, Steinhäuser inmitten immergrüner Wiesen und keltische Symbole, die aus der Zeit der irischen Urahnen stammen. Die auf eine Leinwand projizierten Bilder deuteten bereits an, dass sich die fünfköpfige Band Ben Bulben aus Königswinter der irischen Volksmusik verschieben hat. Und das seit nunmehr über 15 Jahren.

Von Mythen und Sagen, Sitten und Bräuchen der Iren und ihrer Landschaft erzählten die eingängigen Lieder, die Ben Bulben am Freitagabend in der Aula der Europaschule präsentierte. Mit seiner Bodhrán, einem Perkussionsinstrument aus Holz, gab Bandgründer Uli Wosnitza den Takt vor. Oder spielte mit seiner Whistle, einer Aluminium-Flöte, typisch irische Melodien.

Verwunschene Melodien

Etwa den Song „Blackbird“, ein trauriges Seemannslied. Wosnitza sorgte mit flinken Fingern für eine getragene, melancholische Stimmung. Judith Bergerhausen sang dazu mit heller Kopfstimme zauberhaft-verwunschene Melodien. Auf der Leinwand, die hinter den Musikern emporragte, tauchten Bilder von plätscherndem Meer und grünen Auen an der Küste Irlands auf. Für einen Moment erschien es, als entstammten Musik und Bilder dem Kino-Hit „Der Herr der Ringe“. Aber nein, die irische Musik ist natürlich älter, stammt schon aus der Zeit der Kelten, der Urahnen der Iren.

Mehrmals stimmte Ben Bulben irische Tänze an und versah diese mit häufigen Tempowechseln. Eine echte Herausforderung nicht nur für die Querflötistin Claudia Anthony, sondern auch für Geiger Christoph Anthony. Das Stück „Butterfly“ begann zum Beispiel rasant und gewann nach einigen Minuten noch einmal an Fahrt. Anthony fegte blitzschnell über das Griffbrett seiner Fiddle, spielte federleichte Melodien unisono mit den Querflöten, um sich nach abruptem Tempowechsel rhythmisch wieder an Gitarrist Joe Thar zu orientieren.

Abwechslungsreich war der Auftritt von Ben Bulben auch, weil die Musiker nicht nur an ihren Instrumenten überzeugten, sondern als Sänger den typischen irischen Dialekt gelungen imitierten - sehr zum Gefallen der rund 150 Zuhörer, die während des über zweistündigen Konzerts voll und ganz in die irische Folklore eintauchten.

Stadtanzeiger , 20.09.2005

Melodien und Leckeres von der grünen Insel

Irischer Abend im Carolus-Magnus-Centrum

Übach - Palenberg. Wenn "Bodhran", "Whistle" und "Fiddle" auf dem musikalischen Speiseplan stehen, geht es mit ziemlicher Sicherheit um irische Folkmusik. Denn diese Instrumente sind neben Flöte, Gitarre und Mandoline so etwas wie Tuba und Trompete bei hierzulande üblicher Musik.

Den tragenden Effekt dieser Instrumente genossen am Samstagabend in der ehemaligen Lohnhalle des Carolus-Magnus-Centrums (CMC) mehr als 300 Gäste, die zur neusten Auflage des "Irischen Abends" kamen. Gleich zwei Bands zeigten mit musikalischen Köstlichkeiten von der grünen Insel den Weg in dieses spezielle Gefühl, dass diese Klänge verbreiten. Den Auftakt machten dabei "Just for Venn", die mit vielen Musikern ein breites Klangbild auf die Bühne des CMC zauberten. Sie zeigten mit lyrischen Texten zu traditioneller Musik einen gesungenen und gespielten Einblick in Irlands Seele.

Flottere, tanzbarere Melodien und prächtige Stimmung unter die Gästen verbreiterte das zweite Ensemble, "Ben Bulben", die sich nach dem legendären Tafelberg im Nordwesten Irlands nennen. Diese professionellen Musiker aus dem Raum Bonn haben sich schon lange der irischen Folkmusik verschrieben und boten mit ihrer ganz eigenen Mischung aus modernen Rhythmen und Tradition etwas ganz Besonderes. Damit nicht nur auf der Tanzfläche für viel Spaß gesorgt war, gab es wie schon bei den vorigen "Irischen Abenden" im CMC auch wieder kulinarische Spezialitäten.

Hellauf begeistert

Leckeres von der Insel wurde dabei selbstverständlich auch mit dem zwingend dazugehörigen Guinness angeboten, der irischen Bierspezialität mit der tiefdunklen Farbe und dem herben Geschmack. Derart auf den Geschmack gekommen, zeigten sich die Besucher des "Irischen Abends" vom Programm und der Musik hellauf begeistert.

Rhein-Sieg Journal , 16.09.2005

Klänge von der grünen Insel

Eitorf - Mit irischen Klängen erfüllte die Formation "Ben Bulben" das bis auf den letzten Platz gefüllte Theater am Park in Eitorf. Die fünf Musiker aus dem Bonner Raum begeisterten das Publikum von Beginn an mit traditionellen "Jigs" und "Reels". Auch die einfühlsamen Balladen, gespielt auf Violine, Flöte und diversen Percussion-Instrumenten, die den typisch irischen Klang erzeugen, sorgten für einen gelungenen Abend. Namensgeber der 1990 gegründeten Irish Folk Band ist der Tafelberg Ben Bulben im Nordwesten Irlands. Um die Eindrücke dieser irischen Landschaft optisch zu verstärken, wurden während des Konzerts Bilder dieser rauen und ursprünglichen Gegend auf eine großformatige Leinwand geworfen. (bje)

General Anzeiger , 24.04.2005

Irish Folk in der Emmauskirche

Mit der gelungenen Verbindung von traditioneller irischer Musik, modernen Rhythmen und zeitgenössischen Keyboardsounds  begeisterte die Irish-Folk-Combo "Ben Bulben" aus Bonn am Freitag zahlreiche Zuhörer in der Heisterbacherrotter Emmauskirche. Nicht nur dank ihres großen Repertoires und der interessanten Mischung von Instrumenten von der Fiddle bis zum Keyboard schlugen die fünf Musiker die Besucher schnell in ihren Bann. Für die weitere Intensivierung der irischen Atmosphäre sorgte eine Diashow mit Bildern von der grünen Insel. Der Erlös des Abends kommt einem sozialen Projekt zu Gute.

Nassauische Neue Presse , 21.05.2004

Mit irischer Folk-Musik ging es in die Thing-Sommerpause

Limburg. «Ben Bulben», so heißt nicht nur ein Tafelberg im Nordwesten Irlands, sondern auch ein ungewöhnliches Ensemble, das irische Volksmusik nach Limburg brachte.

Bevor die Kleinkunstbühne Thing in die Sommerpause ging, gab das rheinländische Ensemble unvergleichliche Einblicke in die Vergangenheit irischer Musik. Das gelang den Folk-Sängern sowohl instrumental als auch mit Gesang, wenn sie in ihren Texten Geschichten aus dem Leben auf der grünen Insel erzählen. Bei Reisen nach Irland, wo die bis ins Mittelalter zurückreichende traditionelle irische Folk-Musik noch in allen sozialen und Altersschichten bis zum heutigen Tag lebendig ist, haben sich die Künstler über die Hintergründe ihrer Musik bestens informiert. Das spürte auch das Limburger Publikum, das den mal heiter, mal melancholischen Stücken völlig gebannt lauschte. Uli Wosnitza wusste besonders mit den Flöten zu überzeugen, er beherrschte die schwer zu spielende «Low Whistle» mit ihrem außergewöhnlichen Klang perfekt. Ebenso versiert war Christoph Anthony mit seinem virtuosen Geigenspiel, die beiden Querflötistinnen Claudia Anthony und Judith Bergerhausen sowie Werner Nitsche an der Akustikgitarre.

Mit den überlieferten Volksliedern hatte sich der aus dem Emsland stammende, nun in Königswinter lebende Uli Wosnitza intensiv beschäftigt. Ihn faszinierte die ursprüngliche und noch heute sehr lebendige irische Volksmusik. «Die Gründung von Ben Bulben war eigentlich purer Zufall», erzählt Uli Wosnitza. Er und der Gitarrist Werner Nitsche trafen sich damals bei einem Folklore-Treff in Bad Honnef. Beide beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Das Duo wuchs durch das Ehepaar Christoph und Claudia Anthony, vor drei Jahren kam noch Judith Bergerhausen hinzu. (bra)


Meppener Tagespost , 04.11.2003

Irischer Flair mitten in Twist

Ben Bulben zu Gast im Heimathaus

Im wieder einmal gut gefüllten Heimathaus gastierte am vergangenen Samstag die Gruppe „Ben Bulben“. Die im Bonner Raum lebenden Musiker präsentierten irische Musik und Stepptanz. Schnell kam gute Stimmung auf und ein unterhaltsamer Abend war gesichert. 

Namensgeber der fünfköpfigen Formation ist der Tafelberg Ben Bulben im Nordwesten Irlands. Eben dieser Landschaft haben sich die Musiker verschrieben: Die Lieder erzählen von Sitten und Bräuchen, Mythen und Sagen der Iren und ihrer Landschaft. Viele der eingesetzten Instrumente wie Violine, verschiedenen Flöten und diverse Percussioninstrumente ergaben den typischen Klang irischer Folklore.

Dass die Gruppe etwas von der Musik der grünen Insel versteht, bewiesen sie bereits in den ersten Songs. „Rosemary Lane“ oder „Butterfly“ waren rhythmisch äußerst vielfältig arrangiert. Flöten- und Geigentöne bestimmten den durch die Akustikgitarre und den E-Bass fundierten Klang der Gruppe.

Bei „Back home in Derry“ kam dann auch das Keyboard als einziges synthetisches Instrument zum Einsatz. Die mit Bedacht ausgewählten Klänge des Tasteninstruments stellten eine enorme Bereicherung im Zusammenspiel mit dem traditionellen Instrumentarium dar.

Wie sich bei „Star of the County Down“ zeigte, hat “Ben Bulben” auch ein enormes Potential im stimmlichen Bereich. Der eindrucksvolle Satzgesang aller Mitglieder und die sparsame Instrumentierung dieses Titels ließ schnell Stimmung aufkommen. Das jüngste Gruppenmitglied, Judith Bergerhausen, konnte auf stimmlicher Ebene mit ihren getragenen Solo-Stücken schnell überzeugen. Eine so wunderbar sanfte und wohlige Stimme findet man sicher nicht alle Tage. Der gebürtige Emsländer Uli Wosnitza konnte besonders mit seinen Flöten überzeugen: Die schwer zu spielende Low Whistle mit ihrem außergewöhnlichen Klang beherrschte er perfekt. Ebenso versiert auf ihren Gebieten gaben sich Christoph Anthony mit seinem virtuosen Geigenspiel, die beiden Querflötistinnen  Claudia Anthony und Judith Bergerhausen sowie Werner Nitsche an der Akustikgitarre.

Im Programm fanden sich auch viele Instrumentalstücke und lange Solis wieder, wozu der Tänzer Niklas Schmidt irischen Stepptanz präsentierte. So zum Beispiel bei „Men of the house“. Seine Füße wurden hier zum Percussioninstrument – beeindruckend, wie vielfältig die daraus resultierenden Klänge im Rhythmus der Musik wirkten.

Dass die Musiker für Stimmung sorgen konnten, zeigte sich noch einmal bei „Step it out Mary“, wobei das Publikum zum Mitsingen des Refrains animiert wurde. Eben diese Stimmung hielt sich den Abend über im Heimathaus, so dass sicherlich keiner bereut hat, gekommen zu sein. Das bewies auch die das ganze Konzert über auffallend hohe Aufmerksamkeit des Publikums, das die sympathischen Musiker nicht ohne einige Zugaben gehen ließ.

Rhein-Sieg-Rundschau, 09.08.2003

Mit viel Sinn fürs Feinfühlige

Rheinaue: Irish Folk bei Tropentemperaturen mit "Ben Bulben"

Bonn. "Ben Bulben", das ist nicht nur der legendäre Tafelberg im Nordwesten Irlands - er gab auch fünf Musikern aus Königswinter ihren Bandnamen. Irish Folk von der "Grünen Insel" war angesagt im Parkrestaurant Rheinaue. Ben Bulben kreuzt die pure Tradition des Irish Folk mit modernen Rhythmen und neuen Keyboardsounds, geht dabei aber ausgesprochen vorsichtig vor.

Die Freunde und vor allem die Puristen Irischer Folklore werden somit nicht verprellt, sondern behutsam mit neuen Klangformen vertraut gemacht. E-Bass und moderne Keyboardsounds werden dabei eher schüchtern eingesetzt, passen aber gut zu den traditionellen Grundrissen der Musik. Fiddle, Flute und Whistle behalten dabei die Überhand und treiben den Sound nach vorne. Akustische Gitarre, Bass und Keyboard sorgen für den nötigen Dampf, der bewegungsfreudige Zuhörer durchaus auf die Tanzfläche treiben kann.

Wie man sich zu irischer Musik stilecht bewegt, zeigte Niklas Schmidt bei rasanten Stücken wie "Congress" oder "Man of the house", bei denen er mitreißenden Irish-Step-Dance vorführte. Viel Sinn fürs Feinfühlige zeigte die Gruppe beispielsweise bei "Ready for the storm", wo sie den Wellenschlag des Ozeans darstellte, indem sie mit der "Ocean-Drum" anheimelnde Klangmalerei betrieb. Ebenso stimmungsvoll die Geräuschkulisse plätschernden Regens mit dem so genannten "Rain-Stick" bei einem anderen Stück, schade nur, dass dies kaum zur Kühlung des sommerlich heißen Biergartenwetters beitrug.

Ein abwechslungsreiches Konzert mit mitreißenden Jigs und Reels, bei dem auch einfühlsame Balladen vom Leben auf der Grünen Insel nicht fehlten. (WPR)

General - Anzeiger, 02.11.2002

Menschenopfer gegen böse Geister und Musik gegen Regen

Die Königswinterer Band Ben Bulben lässt bei irischem Folk alte keltische Mythen lebendig werden

Von Eva Marxen

Königswinter. Blitze zucken über die Leinwand, der Raum wird erfüllt vom Rauschen des Ozeans und vom Geräusch niederprasselnden Regens - irisches Wetter. Auf der Bühne stehen die fünf Musiker von Ben Bulben, die Gesichter im Halbdunkel unter riesigen schwarzen Hexenhüten verborgen.

32660-1Ben Bulben aus Königswinter bezauberte das Publikum mit irischem Folk und Bildern von der grünen Insel, die auf die Leinwand projiziert wurden. Foto: Malsch 
In der Aula der Gesamtschule wird der Geist des alten Keltischen Brauchs des Halloween-Festes heraufbeschworen.

Die Königswinterer Band spielte am Donnerstag fetzige Folksongs und sehnsuchtsvolle Balladen vor einer Leinwand, auf der Bilder der grünen irischen Landschaft vorbeiziehen, dann wieder Sonnenuntergänge und die verwitterten Gesichter alter Iren.

Claudia Anthony (Gesang, Querflöte, Keyboard, Percussion) erklärte, warum die Frauen in den irischen Liedern oft gegen Ende einen dicken Bauch haben. "Nach dem alten Brauch läutete die Halloween-Nacht den Jahreswechsel ein.

Um die Geister zu besänftigen, gingen die Druiden in den Dörfern von Haus zu Haus und forderten ein Menschenopfer, ein Kind oder eine Jungfrau. Viele Frauen konnten dem entgehen, indem sie sich vorher ihrer Jungfräulichkeit berauben ließen."

Da die Iren aber dank dieses Brauches immer weniger wurden, überlegten sie sich, lieber die bösen Geister zu erschrecken und sich selbst als Geister und Hexen zu verkleiden.

Aus dem Land, wo so raue Sitten herrschten, kommt aber auch die Musik, die die Besucher der irischen Nacht in der Gesamtschule verzauberte. Bei wilden Fiedelpassagen (Christoph Anthony, Geige) klatschten und stampften die Besucher mit, bei ruhigeren Stücken, teilweise mit zweistimmigem Frauengesang, wiegten sie sich sachte hin und her.

Die Band Ben Bulben (benannt nach einem irischen Tafelberg) hat sich in der Umgebung von Bonn in den vergangenen elf Jahren eine große Fangemeinde angespielt. Diesmal überraschte aber selbst eingefleischte Fans ein besonderer Gast. Niklas Schmidt tanzte irischen Stepptanz, hüpfte und wirbelte leichtfüßig auf der Bühne.

"Ich habe Riverdance im Fernsehen gesehen und war begeistert, das wollte ich auch machen", sagt Niklas (17). Darum besuchte er einen Wochenend-Workshop in der Brotfabrik. In der Pause verkauften Gesamtschüler irisches Bier (Murphey's Irish Red) und Waffeln für die Abikasse.

General - Anzeiger, 14.07.2002

"Gute-Laune-Musik" gegen schlechtes Wetter

Irische Weisen von "Ben Bulben" beim GA-Sommergarten auf dem Dach der Bundeskunsthalle in Bonn

Bonn. (rsa) Das Wetter passte zur Musikgruppe des GA-Sommergartens: Nebel und Sprühregen stimmten auf die irischen Weisen von "Ben Bulben" ein. Trotz des Wetters waren am Sonntag mehr als 200 Zuhörer aufs Dach der Bundeskunsthalle gekommen, um dem Irish-Folk der fünfköpfigen Gruppe aus Königswinter zuzuhören.

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Irische Folk-Musik präsentierte die Königswinterer Band Ben Bulben beim GA-Sommergarten auf dem Dach des Kunstmuseums. Foto: Barbara Frommann

Vor mehr als zehn Jahren hatte sich die Folk-Gruppe gegründet. Mit einer Mischung aus Tradition und Moderne will sie eine besondere Art irischer Musik bieten. Mit für ihr Heimatland typischen Instrumenten wie Fiddle, Flute und Whistle, aber auch altbekannten Instrumenten wie Gitarre, Bass und Keyboard sorgten die fünf Musiker für gute Stimmung. Auf dem Programm stand nicht nur traditionelle irische Musik, sondern sie präsentierten auch eigene Kompositionen. Als "Gute-Laune-Musik" bezeichnen sie ihre Stücke, weil Rhythmen und Melodien fröhlich und beschwingt seien.

Benannt ist das Ensemble, das über die Grenzen Bonns hinaus bekannt ist, nach einem Tafelberg im Nordwesten Irlands. So wunderte es auch nicht, dass so viele gekommen waren. Für Fan Heinz Eisenbach gehört Ben Bulben "zu einer der besten Gruppen in Deutschland".

General - Anzeiger, 18.01.2001

Irischer Tafelberg leiht Quartett seinen Namen

Geigen, Flöten, Trommeln und Gitarren: "Ben Bulben" spielen "Gute-Laune-Musik, die sofort ins Blut geht". Königwinterer Ensemble feiert am 2. Februar mit einem Konzert sein zehnjähriges Bestehen.

"Irish Folk ist richtige Gute-Laune-Musik", finden Uli und Andrea Wosnitza aus Bennerscheid. Warum? "Weil Rhythmus und Melodie sofort ins Blut gehen. Und weil der fröhliche Klang von Gitarren, Flöten, Trommeln und natürlich der Geige jedem gefallen, ganz gleich ob Jung oder Alt."

Der Erfolg ihrer Irish-Folk Band "Ben Bulben" gibt den beiden recht: Wenn die Gruppe auch noch nicht so legendär ist wie ihr "Namensvetter", der Tafelberg im Nordwesten Irlands, so hat sie sich in den zehn Jahren seit ihrer Gründung doch bereits einen Namen über die Landesgrenzen hinaus gemacht. Jetzt feiert "Ben Bulben" seinen ersten runden Geburtstag. Das Jubiläumskonzert am Freitag 2. Februar, um 20.00 Uhr in der Aula der Gesamtschule Bonn-Beuel, Siegburgerstr. 321, verspricht ein besonderes Erlebnis für Freunde irischer Musik zu werden. Denn "Ben Bulben" wird an diesem Tag nicht nur sein neues Programm präsentieren, Guinness-Bier und Dias von Irland sollen obendrein für die richtige Atmosphäre sorgen.

"Die Gründung von Ben Bulben war eigentlich purer Zufall", erzählt Uli Wosnitza. Er und der Gitarrist Werner Nitsche trafen sich damals bei einem Folklore-Treff in Bad Honnef. Beide beschlossen gemeinsam Musik zu machen. Das Duo wurde durch das Ehepaar Christoph und Claudia Anthony zum Quartett. 1997 erschien die erste eigene CD. Rund 25 Auftritte absolviert die Band pro Jahr und mittlerweile verfügt sie sogar über einen großen Fankreis, der sich kein Konzert entgehen läßt.

Ben Bulben spielt nicht ausschließlich die traditionelle irische Musik, die von Generation zu Generation weiter gegeben wurde, sondern auch eigene Kompositionen. "Traditionelle Stücke werden kombiniert oder mit neuen Sequenzen versehen", so Uli Wosnitza. So entsteht eine besondere Mischung aus alten und modernen Rhythmen. Flotte Lieder zum Mitklatschen und Tanzen wechseln sich mit ruhigen Balladen ab. Jeder Musiker spielt mehrere Instrumente: "Irish-Fiddler" Christoph Anthony beherrscht nicht nur die Geige aus dem "Effeff", sondern auch Bass und Gitarre. Seine Frau Claudia ist nicht nur leidenschaftliche Flötenspielerin, sondern begeistert auch am Keyboard. Werner Nitsche sorgt mit Gitarre und Bass für irisches Flair. Gleiches gilt für Uli Wosnitza als Spezialist für irische Instrumente von der Flöte bis zur Trommel. Für die Technik ist Andrea Wosnitza verantwortlich.

Dre General-Anzeiger und die Gruppe Ben Bulben verlosen für das Jubiläumskonzert in der Gesamtschule Beuel fünf mal zwei Eintrittskarten sowie fünf CDs. Interessenten schicken eine Postkarte an den General-Anzeiger, Stichwort "Ben Bulben", Redaktion Siebengebirge, Justus-von-Liebig-Straße 15, 53100 Bonn. Einsendeschluß ist der 25. Januar.

 

Bonner Rundschau, 23.11.1999

700 Fans bei Halloween-Party in Eitorf – „Ben Bulben“ mit schillernder Farbskala und perfektem Sound
Mit Irish Folk die guten Geister gelockt und die bösen verscheucht
Die in Eitorf schon sehr bekannte Gruppe „Ben Bulben“ konzertiert nun fast schon zehn Jahre mit ihrem Irish Folk. Mit Titeln wie „Paddy on the Turnpike“, „Black is the Colour“ und „Star of the County Down” fand die Gruppe die volle Zustimmung des überwiegend sachkundigen Publikums. Geige, Flöte, Bodhran, Gitarre, Keyboard, Bass und Congas wurden in Klängen kombiniert, die eindrucksvoll die Stimmung auf der grünen Insel wiederspiegelten. Die Klangfläche ist sehr ausgewogen, kein noch so kleiner Effekt geht verloren. Das musikalische Produkt ist einmalig berauschend, die Farbskala dieser immer noch volksnahen Musik schillernd und natürlich. 


Westfälische Nachrichten, 15.03.1999

Ein Hort für irische Träume
Wieder knapp 1000 Fans bei der Irish.Folk-Night in Telgte.
Hier wurde auch in diesem Jahr wieder ein Glücksgriff getan: „Ben Bulben“, die sich als leidenschaftliche „Session-Musiker“ verstehen, standen erstmals in Telgte auf der Bühne und bestanden die Feuerprobe zum Einheizen mit Bravour. Keine halbe Stunde machte das Quintett in irischer Folklore – und schon tobte der Saal.


Münstersche Zeitung, 25.01.1999

Folk-Night mit Ben Bulben zog Zuhörer in Bann
Was verbindet der „Normalbürger“ mit Irland ? Grüne Landschaft, Guinness-Bier und eine Musik, die in die Beine geht. Und genau diese Musik bekamen am Samstag Abend rund 800 Fans des Irish Folk in der Steverhalle in Senden geboten. Unter dem Motto „ Die Iren an sich“ spannte Ben Bulben den Bogen über die vielen Facetten der irischen Musik. Mit schnellen und temperamentvollen irischen Tänzen, wie Jigs und Reels, wurde das Publikum zu tänzerischen Höchstleistungen gebracht. Erst nach vier Zugaben ließ das begeisterte Publikum die Musiker gehen.


General-Anzeiger, 10.03.1999

Rheinische Truppe mit irischem Sound
Ben Bulben pflegt die „Irish Music“ und begeisterte mehr als hundert Gäste im Haus Menden. Ein musikalischer Ausflug in die melancholische irische Seele.


Sankt Augustin. Fasziniert und von der Unverbrauchtheit und Frische der irischen Folk-Melodien mitgerissen lauschten mehr als hundert Zuhörer am Samstagabend im Haus Menden dem Auftritt der Gruppe Ben Bulben. Der Name ist den Musikern Programm. Ben Bulben ist der legendäre Tafelberg im Nordwesten Irlands, und als musikalische Gipfelstürmer bewährten sich die Sänger und Instrumentalisten denn auch bei ihrem Augustiner Auftritt.
Dem Publikum gewährten sie einen unvergleichlich direkten Blick in die Vergangenheit irischer Musik. Der sei auch ein Blick in die irische Seele, sind Ben Bulben überzeugt. Das gelingt sowohl instrumental als auch mit Gesang. So erzählen die Folk-Sänger in ihren Texten Geschichten aus dem Leben auf der grünen Insel. Da beschreibt etwa eine melancholische Ballade die Geschichte eines Iren, der sein Leben damit verbracht hat in Wales Kohle abzubauen. Reicher Lohn war ihm versprochen. Doch als die Mine geschlossen wird, steht er mittellos auf der Straße. Überschwenglich geriet dagegen die rein instrumentale Ode an die Menschenrechte „The rights of men“, die in ihrer euphorischen Rhythmusbeschleunigung gleichsam kämpferische Attribute besitzt.
Mit den überlieferten Volksliedern beschäftigte sich zunächst der aus dem Emsland stammende, nun in Königswinter lebende Uli Wosnitza. Seine Faszination für die ursprüngliche und noch heute sehr lebendige irische Volksmusik legte 1990 den Grundstein für die Gründung des Ensembles. Alle Musiker von Ben Bulben leben im Rheinland. Als Nicht-Iren pflegen sie hier eine „fremde“ Musiktradition. Doch bei reisen nach Irland, wo die bis ins Mittelalter zurückreichende traditionelle irische Folk-Musik noch heute in allen sozialen und Altersschichten lebendig ist und von geselligen Anlässen nicht wegzudenken ist, wurde den Musikern bereits die Authentizität attestiert.
An der feilen Christoph und Claudia Anthony, Werner Nitsche und Uli Wosnitza gemeinsam und entwerfen neue Arrangements zu alten Melodien. Mit Bearbeitungen für Keyboard und E-Bass verleihen sie ihnen auch einen modernen Aspekt. Doch der steht der Tradition nicht im Wege. Denn die Musiker beherrschen die typischen Instrumente, die in der Klangfarbe stets dominieren, bestens.